Individuelles Talent optimal fördern

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„Sowas hat man – oder nicht!“

Sparkassen-Kundenevent im Vogel Convention Center mit dem renommierten Gen-Forscher Prof. Dr. Markus Hengstschläger

Manchmal muss man alte Wege verlassen, um neue einzuschlagen: Denn Erfolg entsteht aus Individualität. Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Bernd FrЪhlich sprach beim Sparkassen-Kundenevent im Vogel Convention Center vor 1.000 geladenen Gästen: „Unsere Auszubildenden werden von uns intensiv geschult und wir möchten, dass sie schnell integriert werden und erfolgreich im Kundenkontakt sind. Das ist das Fundament unseres Berufes“. Die Personalentwicklung sei sehr bedeutend und daher sei auch das Thema des Abends höchst interessant. Er begrüßte den Wiener Gen-Forscher und Wissenschaftler Prof. Dr. Markus Hengstschläger, der zum Thema „Gene, Chancen, Talente — wie manage ich (m)ein Talent?“ sprach.


Foto: (Sparkasse Mainfranken Würzburg) Der Sparkassen-Vorstandsvorsitzende Bernd Föhlich (2.v.l.) begrüßte Prof. Dr. Markus Hengstschläger (2.v.r.) zusammen mit seinen Vorstandskollegen Jens Rauch (links) und Jürgen Wagenländer in Würzburg.

Die Zukunft ist unvorhersehbar. Vor 100 Jahren hat sich das Wissen auf der Erde alle 100 Jahre verdoppelt. Heute passiert das schon in 24 Stunden. „Deutschland ist kein Billiglohnland oder verfügt über ErdЪl. Deshalb müssen wir mЪglichst gut aufgestellt sein,“ betonte Hengstschläger in seiner humorvollen und kurzweiligen Rede. „Wenn du die Zukunft nicht kennst, musst du in der Gegenwart flexibel sein!“ Das gelte vor allem für Unternehmen.

Die individuellen Talente müssen bereits im Kindergarten und der Schule gefördert werden, damit die Menschen im Erwachsenenalter darauf zugreifen können. Grundsätzlich sind alle Menschen physisch gleich ausgestattet: „Jeder hat ein Herz, eine Lunge und Muskeln. Da unterscheiden sich die Menschen um 0,1 Prozent voneinander“, so Hengstschläger weiter. „Was den Unterschied macht, ist individuelles Talent! Wir brauchen Menschen, die die Talente der nächsten Generation erkennen kЪnnen“. Jede Individualität und jedes Talent seien nichts wert, wenn sie nicht entdeckt werden könnte.

Das westliche Schulsystem fördert nicht das individuelle Talent, sondern hemmt es eher: „Schreibt ein Schüler in Mathe eine 1 und zum Beispiel in Geschichte eine 6, wird man sagen, er soll Mathe erst mal sein lassen, weil er es eh schon kann und sich lieber Geschichte widmen, wo er so schlecht ist.“ Jeder müsse sich fragen, wo seine Stärken und Schwächen sind: „Wenn man etwas selbst nicht gut kann, muss man ein Team bilden, mit Menschen, die das gut können, was man selber nicht kann!“ Jeder kann so seine Stärken ausbauen und die Kraft der Innovation hat die Möglichkeit zu entstehen.

„Erst wenn wir den Weltfußballer auf die gedanklich gleiche Stufe stellen wie die Pflegekraft, dürfen wir das Wort ‚Talent‘ wiederverwenden!“ Jeder Mensch hat Talent, nur jeder in einem anderen Bereich! „Wir müssen dafür sorgen, dass die Talente unabhängig von akademischem Grad der Eltern oder Wohnort gefördert werden“.

Sein Credo: „Die Angst vor der Zukunft ist ein Fehler!“