35 Jobcoaches – 1.500 Flüchtlinge

Es gibt viele Wege, Flüchtlingen zu helfen in ihrem neuen Leben anzukommen. Dank der vielen ehrenamtlichen Helfer hat die Erstversorgung mit Kleidung, Essen, Unterkünften sehr gut funktioniert. Die eigentliche Integrationsarbeit beginnt erst danach.

Foto: Integrai.de

Zwei Würzburger Vereine setzen genau hier an. Standpunkt e.V. und IntegrAi.de wollen 250 Flüchtlingen in Würzburg einen Job vermitteln.

Etwa 1.500 Flüchtlinge leben in Würzburg — aus ca. 40 Nationen. Ein Reichtum an unterschiedlichen Kulturen, Sprachen und Lebenswelten. Ganz verschiedene Menschen, die doch eines gemeinsam haben: sie alle mussten ihr Land verlassen und alles, was ihnen lieb und teuer war. Ob sie jemals wieder zurückkehren können, ihre Familie wiedersehen, ist ungewiss.

Für all diese Menschen ist es wichtig, sich hier in Deutschland zu integrieren, ein neues Leben zu beginnen. Nachhaltig geht das nur, wenn sie eine Arbeit finden und auf eigenen Beinen stehen können. Sie sind jung, gebildet, arbeitswillig. Aber der Weg in einen Job ist steinig. Dabei ist der Gewinn für alle Seiten hoch. Genau an diesem Punkt setzen die beiden Vereine Standpunkt e.V. und integrAi.de an.

IntegrAi.de ist eine Initiative aus Professoren, Studierenden und Absolventen, die ihren Ursprung in der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Würzburg hat. Seit Juli 2015 entwickelt sie nachhaltige, wirksame Konzepte und kümmern sich um deren Umsetzung. Der Verein Standpunkt e.V. ist bereits seit 2010 in der Gemeinschaftsunterkunft in Würzburg in der Flüchtlingshilfe aktiv.

Das Gründerteam — v.l.n.r. Thomas Glaser, Joscha Riemann, Bianca Heim
Das Gründerteam — v.l.n.r. Thomas Glaser, Joscha Riemann,
Bianca Heim Foto: Gregor Siebeth

Beide Vereine zusammen möchten jetzt die Flüchtlinge in Arbeit bringen. Dazu werden ab Januar 2017 bis zu 35 ehrenamtliche Jobcoaches ausgebildet. Sie sind die Schnittstelle zwischen den Flüchtlingen und den Unternehmen. Denn einfach ist so etwas nicht. Es gibt etliche Hürden zu überwinden: arbeitsrechtliche Unsicherheiten, Verständigungsschwierigkeiten, Bürokratie, interkulturelle Missverständnisse, ungeklärter Status und noch so viel mehr. 250 Flüchtlinge in einen Job zu vermitteln ist das erklärte Ziel.
Der Job Coach ist ein einzigartiges Konzept, das den Prozess der Arbeitsvermittlung von Flüchtlingen von den ersten Schritten bis zur erfolgreichen Integration
begleitet, beschleunigt und vereinfacht. Job Coaches planen die Arbeitssuche und -vermittlung von Flüchtlingen, koordinieren mit Behörden, schulen und fördern Flüchtlinge und helfen den Unternehmen bei der Suche und Einstellung von Flüchtlingen sowie der Gewinnung von Fördermitteln.

„Gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit, der Unterstützung der Stadt Würzburg und dem Einsatz von Oberbürgermeister Christian Schuchardt können wir es schaffen“, so Tanja Hammerl, die Vorsitzende von Standpunkt e.V. – da sind sich beide Vereine einig. Erste Erfolge hat es bereits in Alzenau gegeben.

Viele Flüchtlinge sind zum Nichtstun verdammt und hängen in der Warteschleife. Was für eine Vergeudung von Talenten und Fähigkeiten. Auf der anderen Seite gibt es zahlreiche Stellen in Unternehmen, die aufgrund von Arbeitskräftemangel nicht besetzt sind.
Standpunkt e.V. und IntegrAi.de bringen beide Seiten zusammen. Helfen auch Sie mit bei einer nachhaltigen Integration.

Wenn Sie eine freie Stelle in ihrem Unternehmen zu besetzen haben, setzen Sie sich mit Standpunkt e.V. in Verbindung:

info@standpunkt-e.v.de
Spenden – unter dem Verwendungszweck „Integration“ – laufen zu 100 % in dieses Projekt.
Spendenkonto:
Sparkasse Mainfranken
IBAN: DE49 7905 0000 0046 357984
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